Ramon's Blog Rotating Header Image

bon voyage Ströer Interactive

Es war eine verdammt schöne Zeit als ich im Sommer 2006 aus dem AOL Entwicklerteam, zuständig für das letzte, große Provisionierungs-Projekt vor der Hansenet-Übernahme, zu Orangemedia als neuer Leiter der IT kam. Alles war neu und aufregend. Viele Projekte waren in der Pipeline und sollten realisiert werden. Dazu gab es massig Support- und Personalthemen und ich sollte mitten drin für ein wenig mehr Ordnung und neue Strukturen sorgen. Alles ein wenig professioneller organisieren. Also nicht lang fackeln und die Ärmel hochgekrempelt! Diese Rolle habe ich bis zum Sommer diesen Jahres wirklich gerne ausgefüllt. Gemeinsam mit meinem Team und allen Mitarbeitern der Fachabteilungen haben wir die Aufgaben angepackt und vieles Realisiert bekommen. Leider nicht alles und auch nicht alles wie ich es mir vorgestellt habe, aber irgendwas ist ja immer. Nach nun mehr fast 4 Jahren Orangemedia/Ströer Interactive drängt es mich jedoch, neue Herausforderungen anzunehmen und einem der größten unabhängigen Online Vermarkter in Deutschlands lebe wohl zu sagen. Ich möchte ab dem 1. Juli gern mein eigenes Ding machen und mich wieder stärker, technischen Themen und Projekten zuwenden. Dabei möchte ich gemeinsam mit meinen Kunden spannende, technische Herausforderungen annehmen und realisieren. Spannend ist für mich, seit dem ich meine erste Website 1995 in HTML für das Deutsche Krebsforschungszentrum entwickelt habe, das Web in allen seinen technischen Aspekten. Und da passiert gerade in eine Menge! Das Web wird erwachsener, professioneller und innovativer, da immer mehr Menschen, Firmen und Institutionen damit arbeiten und ihr Geld unmittelbar oder mittelbar damit verdienen. Gleichzeitig entstehen an allen Ecken und Enden unglaubliche, neue Produkte und Lösungen (App-Stores, Social Networks, Local-based Services etc.). Und das betrifft alle technischen Aspekte des World Wide Webs und nicht nur das Online Marketing. Vom Server (Hardware, Virtualisierung, CloudComputing etc.), über Backendsysteme und Data Mining (Eucalyptus, Hadoop etc.) ,Web Application- (Ruby on Rails, Zend, Scala, HTML5, JavaScript etc.) und App-Development (Dalvik, Objective C etc.) bis hin zu den neuen Endgeräten (Windows 7, iPhone/iPad, Android etc.). In dieser schönen, neuen Medienwelt möchte ich meinen Kunden, mit aufgekrämpelten Ärmeln, Erfahrung, Schwung und Know How, bei der Umsetzung von technischen Projekten helfen. Ich freue mich darauf und sage zum Abschied  meinem Team, allen Mitarbeitern, dem Geschäftsführer und dem Eigentümer: Danke für das Vertrauen und die schöne, gemeinsame Zeit,  DANKE STRÖER INTERACTIVE UND GUTE REISE!

federnder Graph mit HTML5

spring-graph-html5

Spring Graph mit Hilfe von JavaScript und dem HTML5 Canvas Element

Ob eine Technologie obsolet ist, kann und sollte man nur für sich selber entscheiden. Zu schnell kann es passieren, dass im technologischen Kleinkrieg zwischen Firmen, Partei ergriffen wird. So scheint es mir aktuell bei der Frage zu sein, ob Flash tod ist und HTML5 seinen Siegeszug begonnen hat, wir also in einer Umbruchphase sind.
Aus diesem Grund möchte ich nicht einfach so in den Chor der Aguren einstimmen, welche das Ende von Flash herbei schreien, aus was für Gründen auch immer, sondern selbest ausprobieren, ob HTML5 heute schon so weit ist um meine kleine, private Welt von Flash zu befreien (Im Online Marketing Bereich sehe ich aktuell keinen Grund, warum Flash als Werbeform so schnell sterben sollte. Aktuell existieren faktisch keine geeigneten Authoring-Tools um HTML5-Werbemittel zu bauen auch wenn Adobe das sicherlich schnell nachrüsten könnte). Aus diesem Grund habe ich ein Miniprojekt gestartet, welches zum Ziel hatte, eine Flash-Lösung durch eine adequarte HTML5-Lösung zu ersetzen. Thema dabei ist eine Aufgabenstellung aus meiner Diplomarbeit. Dabei hatte ich mit dem Flash-eigenen ActionScript einen Graph-Algorithmus implementiert, welcher die einen Kräfte-basiernden Verteilungsalgorithmus implementiert. Beim Übergang von Flash zu HTML stellt sich die Frage der verwendeteten Programmiersprache als erstes. Mit was kann ich den ActionScript-Code ersetzen? Die Antwort stimmt hoffnungsvoll: JavaScript! Eine Sprache die seit 1995, fast jede Browsergenerationen begleitet hat und stetig an wachsende Herausforderungen angepasst wurde (siehe AJAX etc.). In meinem Fall ergab sich der glückliche Umstand, dass bereits Aslak Hellesoy und Dave Hoover schon eine entsprechende JavaScript-Implementierung des Spring-Graph-Algorithmus von Paul Mutto erstellt hatten, welchen ich mit wenigen Mondifikationen weiterverwenden konnte.
Die zweite Frage im Bezug auf eine Umstellung ist: Wie kann ich im Browser zeichnen? Dafür steht in HTML5 das Canvas-Element zur Verfügung. Das Canvas-Element hat eine feste Ausdehnung (Höhe, Breite) und ermöglich über einen Context-Handler den direkten, zeichnenden Zugriff. Die zu visualisierenden Daten sollten aus co2alarm.com kommen. Das Ergebnis der Bemühungen kann als Bitmap in diesem Artikel betrachtet werden. Das Ergebnis ist: Alles funktioniert in HTML5 ähnlich wie in meiner alten ActionScipt/Flash-Version.

vorBILDER

NYTimes 365/360, February, 2009, Data Visualization, NYTimes Article Search API, HashMaps & ArrayLists

NYTimes 365/360, February, 2009, Data Visualization, NYTimes Article Search API, HashMaps & ArrayLists

Wer am 22. Februar, Beckmann mit Altkanzler Helmut Schmidt gesehen hat, der wird auch über die Vorbild-Debatte im Bilde sein. Hier wurden bedeutungsschwangere Namen der politschen Geschichte vom Bundeskanzler a.D. genannt. Glücklicherweise nannte er auch Namen aus seinem musikalischen Interessensbereich. Doch welche Vorbilder, neben Bill Gates, Sergei Brin, Mark Zuckerberg oder Evan Williams kann so jemand wie ich schon haben? Im künstlerischen Bereich ist es sicherlich auch Jer Thorp, seines Zeichens digitaler Künstler und Mitautor der englischen Wired aus Vancouver, Canada. Bei seinen Bilder, welche man hier käuflich erwerben kann, verschwimmen die Grenzen zwischen Kunst, Mathematik und Informations Visualisierung in perfekter Harmonie. Besonders seine Bilder aus den unterschiedlichen Jahren des New York Times Archives, realisiert mit Processing und der aktuell leider gesprerrten New York Times Search API, finde ich sehr eindrucksvoll. Eindrucksvoll, weil in diesen Grafiken genau diese feine Grenze zischen den unterschiedlichen Disziplinen in einer hervorragenden Balance verschwimmt. Wirklich großartig! Wenn ich mal viel Zeit habe, werde ich versuchen seinen Processing-Code so anzupassen, dass ich derartige Grafiken auch mit Hilfe der Daten aus co2alarm.com erstellen kann.