
Letzte Woche fand ein Update von Apples Schreibprogramm Pages aus dem iWorks 09 Paket, den Weg auf meinen Rechner. Neben einigen Stabilitätsfixes kommt das Update mit einem Dateiexporter für ePub-Dateien daher. Dieses, als offener Standard geschaffene Dateiformat, wird von einer Reihe von Firmen für die Verbreitung elektronischer Publikationen wie zum Beispiel eBooks verwendet. Der große Vorteil von ePub im Gegensatz zu Adobes PDF ist die Text-basierte Speicherung, welche jedoch auch die Verwendung von DRM ermöglicht. Um den Einstieg bei der Erstellung von ePub-Dokumenten so einfach wie möglich zu gestalten, bietet Apple eine Anleitung und ein Beispieldokument an, mit dem sich recht zügig erste Dokumente erzeugen lassen. ePub-Dokumente lassen sich über iTunes sowohl auf das iPad als auch auf das iPhone mit iOS4 innerhalb der iBooks-Anwendung laden und anzeigen. Über Anwendungen wie Calibre können diese Dokumente aber auch auf andere, elektronische Lesegeräte transferiert werden. Damit lassen sich nun in Pages auch ganz einfach eigene Dokumente für Amazones Kindle erstellen. Es scheint, als ob Apple mit diesem kleinen Update ein Signal an Amazon und deren digitaler Textplattform senden wollte. In Zukunft könnte auch Apple, unabhängige Publisher mit Eigenproduktionen von eMagazines oder eBooks auf den eigenen iBook-Store lassen. Crowedsouring in diesem Bereich könnte ähnlich erforlgreich werden, wie der App-Store. Schliesslich können mehr Menschen schreiben als ObjectiveC. Es bleibt spannend was sich an der eBooks-Front tut. Zur Frankfurter Buchmesse im Oktober werden da sicherlich einige Raketen gezündet werden.