
Letzte Woche fand ein Update von Apples Schreibprogramm Pages aus dem iWorks 09 Paket, den Weg auf meinen Rechner. Neben einigen Stabilitätsfixes kommt das Update mit einem Dateiexporter für ePub-Dateien daher. Dieses, als offener Standard geschaffene Dateiformat, wird von einer Reihe von Firmen für die Verbreitung elektronischer Publikationen wie zum Beispiel eBooks verwendet. Der große Vorteil von ePub im Gegensatz zu Adobes PDF ist die Text-basierte Speicherung, welche jedoch auch die Verwendung von DRM ermöglicht. Um den Einstieg bei der Erstellung von ePub-Dokumenten so einfach wie möglich zu gestalten, bietet Apple eine Anleitung und ein Beispieldokument an, mit dem sich recht zügig erste Dokumente erzeugen lassen. ePub-Dokumente lassen sich über iTunes sowohl auf das iPad als auch auf das iPhone mit iOS4 innerhalb der iBooks-Anwendung laden und anzeigen. Über Anwendungen wie Calibre können diese Dokumente aber auch auf andere, elektronische Lesegeräte transferiert werden. Damit lassen sich nun in Pages auch ganz einfach eigene Dokumente für Amazones Kindle erstellen. Es scheint, als ob Apple mit diesem kleinen Update ein Signal an Amazon und deren digitaler Textplattform senden wollte. In Zukunft könnte auch Apple, unabhängige Publisher mit Eigenproduktionen von eMagazines oder eBooks auf den eigenen iBook-Store lassen. Crowedsouring in diesem Bereich könnte ähnlich erforlgreich werden, wie der App-Store. Schliesslich können mehr Menschen schreiben als ObjectiveC. Es bleibt spannend was sich an der eBooks-Front tut. Zur Frankfurter Buchmesse im Oktober werden da sicherlich einige Raketen gezündet werden.
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Schon im Studium war ich Abonnent der ZEIT. Auch wenn einige Studienkollegen meinten “für die ZEIT bräuchte man Zeit”. Darauf hab ich dann immer entgegnet: “Für die ZEIT braucht man zu erst einmal einen ordentlichen Küchentisch”. So schön diese großformatige Wochenzeitung auch ist: Jede Woche war man auf’s Neue herausgefordert die Seiten richtig zu falten um die Artikel in Ruhe lesen zu können. Gerade beim freitäglichen Frühstück ein nerviger Kampf zwischen Marmelade, Honig und der noch frischen Druckerschwärze. Das sich die ZEIT kaum zum lesen in Bus und Bahn eignete war für mich immer ein Wermutstropfen. Dann kam die ZEIT als Audio-Abo mit wöchentlich 14 bis 16 vorgelesenen Artikeln der ZEIT im ungeschütztem MP3-Format. Zum Preis von 30 EUR im halben Jahr bekam man dann auch noch die ZEIT im PDF-Format. Doch auch letzteres war ebenso wie die Printausgabe etwas sperrig. Rund 100 MB und mehr pro Ausgabe machte die Archivierung und das Handling nicht gerade einfach. Das Abo habe ich dann vor der letzten Bundestagswahl gekündigt, da mir über die damaligen Positionen der Parteien zu wenig inhaltlich diskutiert wurde. Letzte Woche allerdings bekam ich mit 2 monatlicher Verzögerung mit, dass mit dem Autio/ePaper-Abo der ZEIT jetzt auch endlich der Text im DRM-freien ePub-Format abrufbar ist. Was für eine Freude! Endlich kann ich die ZEIT platzsparend lesen wo und wann ich will. Nicht nur auf dem iPhone mit Stanza oder Apples iBook sondern auch auf meinem Kindle kann ich nun die leichtgewichtigen ePub-Texte (1MB vs. 100MB PDF) nach voriger Konvertierung mit Calibre auf dem ermüdungsfreien und stromsparenden eInk-Display lesen. Und das beste ist: Der Preis ist bei 30 EUR pro Halbjahr geblieben und zwar werbefrei! Sprich: Man bekommt die kompletten Artikel der ZEIT ohne Werbung und Kleinanzeigen plus 14 vorgelesenen Artikel als MP3, frei von jeglichem Kopierschutz. Das sind 5 EUR pro Monat statt der 15,20 EUR pro Monat, welche der reguläre Kauf der ZEIT am Kiosk kosten würde. Warum sollte man letzteres also noch tun? Um die Sache jetzt noch perfekt zu machen hier noch folgender Vorschlag an die ZEIT: Macht ein 1 Jahres- oder 2 Jahresabo draus und verschenk einen günstigen eReader dazu. Das spart Druck- und Papierkosten und auch den lästigen Gang zum Altpapiercontainer. Das nenne ich doch mal “paid content” Strategie richtig umgesetzt.
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Es war eine verdammt schöne Zeit als ich im Sommer 2006 aus dem AOL Entwicklerteam, zuständig für das letzte, große Provisionierungs-Projekt vor der Hansenet-Übernahme, zu Orangemedia als neuer Leiter der IT kam. Alles war neu und aufregend. Viele Projekte waren in der Pipeline und sollten realisiert werden. Dazu gab es massig Support- und Personalthemen und ich sollte mitten drin für ein wenig mehr Ordnung und neue Strukturen sorgen. Alles ein wenig professioneller organisieren. Also nicht lang fackeln und die Ärmel hochgekrempelt! Diese Rolle habe ich bis zum Sommer diesen Jahres wirklich gerne ausgefüllt. Gemeinsam mit meinem Team und allen Mitarbeitern der Fachabteilungen haben wir die Aufgaben angepackt und vieles Realisiert bekommen. Leider nicht alles und auch nicht alles wie ich es mir vorgestellt habe, aber irgendwas ist ja immer. Nach nun mehr fast 4 Jahren Orangemedia/Ströer Interactive drängt es mich jedoch, neue Herausforderungen anzunehmen und einem der größten unabhängigen Online Vermarkter in Deutschlands lebe wohl zu sagen. Ich möchte ab dem 1. Juli gern mein eigenes Ding machen und mich wieder stärker, technischen Themen und Projekten zuwenden. Dabei möchte ich gemeinsam mit meinen Kunden spannende, technische Herausforderungen annehmen und realisieren. Spannend ist für mich, seit dem ich meine erste Website 1995 in HTML für das Deutsche Krebsforschungszentrum entwickelt habe, das Web in allen seinen technischen Aspekten. Und da passiert gerade in eine Menge! Das Web wird erwachsener, professioneller und innovativer, da immer mehr Menschen, Firmen und Institutionen damit arbeiten und ihr Geld unmittelbar oder mittelbar damit verdienen. Gleichzeitig entstehen an allen Ecken und Enden unglaubliche, neue Produkte und Lösungen (App-Stores, Social Networks, Local-based Services etc.). Und das betrifft alle technischen Aspekte des World Wide Webs und nicht nur das Online Marketing. Vom Server (Hardware, Virtualisierung, CloudComputing etc.), über Backendsysteme und Data Mining (Eucalyptus, Hadoop etc.) ,Web Application- (Ruby on Rails, Zend, Scala, HTML5, JavaScript etc.) und App-Development (Dalvik, Objective C etc.) bis hin zu den neuen Endgeräten (Windows 7, iPhone/iPad, Android etc.). In dieser schönen, neuen Medienwelt möchte ich meinen Kunden, mit aufgekrämpelten Ärmeln, Erfahrung, Schwung und Know How, bei der Umsetzung von technischen Projekten helfen. Ich freue mich darauf und sage zum Abschied meinem Team, allen Mitarbeitern, dem Geschäftsführer und dem Eigentümer: Danke für das Vertrauen und die schöne, gemeinsame Zeit, DANKE STRÖER INTERACTIVE UND GUTE REISE!
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