Es ist schon erstaunlich wie gut sich IBMs Watson geschlagen hat. Watson ist ein Supercomputer der von IBM gebaut und programmiert wurde, die beliebte Rateshow Jeopardy! zu gewinnen. Nachdem Deep Blue 1997 antrat, Schach gegen den damaligen Weltweister Garry Kasparov zu gewinnen, soll Watson der nächste Paukenschlag von IBM werden der Welt zu zeigen, wie weit man mittlerweile technologisch ist. In 10 kühlschrankgroßen Racks steckt die Power von 2880 CPU-Kernen und insgesamt 15 TB Hauptspeicher. Das braucht es auch um die wahnsinnige Informationsmenge einer fast komplett gespiegelten Wikipedia und anderer Datenbanken in millisekunden durchsuchbar zu machen. Dabei funktioniert Watson wie eine hochgerüstete Suchmaschine. Und auch wenn man zuhause oder im Büro in der Regel nicht auf derartige Hardware zugreifen kann, bleibt zumindest die verwendete Software für jeden zugänglich. IBMs Watson nutzt neben Linux als Beriebssystem zwei Java-basierte, Open Source Software-Frameworks der Apache Software Foundation (ASF). Um die gewaltige Menge von 200 Millionen Textseiten in Echtzeit zu verarbeiten mussten diese erst einmal durchsuchbar gemacht werden. Dafür nutzt Watson das Apache UIMA Framework. Die Analyse der Texte wurde mit Hilfe von Apaches Hadoops MapReduce-Jobs orchestriert. Das Ergebnis dieser Analyse ist über die aufgebaute Hardwarearchitektur von Watson in windeseile zu durchsuchen. Noch steht es 1:1 im Kampf Mesnch gegen Maschine bei Jeoparty!. Mal sehen wer den großen Preis nach weiteren 2 Runden für sich beanspruchen darf. Ich drücke Watson auf jeden Fall beide Daumen.
Weltraumhandelssimulation

Machmal kommt es vor, da bekomme ich im Winter so ein wehmütiges Retrofeeling. Dann bin ich heiß auf Computerspiele, die ich als Jugendlicher oft nächtelang gezockt habe. Das Weltraumhandelssimulationsspiel Elite, von David Braben und Ian Bell Anfang der 90ger Jahre entwickelt, ist so ein Spiel. Ich habe mit diesem Spiel das viel zu kleine Netzteil meines Commodore 64 so manche Nacht zum glühen gebracht, wärend ich mich fliegend, schießend und handeltreibens durch die unendlichen Weiten des Weltraums treiben ließ. Auch wenn für viele Heimcomputer, die dem C64 folgte, Elite-ähnliche Spiele wie Wing Commander, Freelancer, Dark Star One und die X-Reihe folgten, habe ich mich in all den Jahren von diesem wunderbaren Konzept entfernt. Kürzlich traf ich dann in eben so einer Nostalgiphase, auf Galaxy on Fire 2 der Hamburger Softwareschmiede Fishlabs. Nicht für den Mac und auch nicht für den PC sondern mein iPhone 4. Und was soll ich sagen: Wunderbare Erinnerungen mit wunderbarer Grafik und Soundeffekten. Spannende Missionen und knackige Gegner. Kann ich nur emfehlen. Aber genug der Worte, muss weiterspielen.
Apples nächste Markteroberung
Mehrere Quellen berichten von neuen Features in Apples iOS-Geräten der nächsten Generation. Die Rede ist von so genannter Near Field Communication (NFC). Was als harmloses Feature daher kommt, ist bei genauerer Betrachtung, ein neuer Versuch von Apple, eines der nächsten großen Anwendungsfelder der mobile Kommunikation im Sturm zu erobern. Die Älteren unter uns werden vielleicht noch etwas mit dem Begriff M-Commerce anfangen können. Dabei geht es um die bequeme Zahlung von Geldbeträgen über das Mobiltelefon. Lange Zeit gan es hier keine wirklich smarten Lösungen. Das lag auch daran, dass viele Anbieter alleine an den teschnischen Hürden eines solchen Systems gescheitert sind. Apple hat das zahlen von Kleinstbeträgen über Kredit- und Paymentkarten aber schon längst erfolgreich umgesetzt. 10 Milliarden verkaufte Apps und etliche Millarden Songs sprechen eine deutliche Sprache: Apple kann das, weltweit! Fehlen nur noch folgende Zutaten um das ganze Thema M-Commerce über iOS-Geräte zu lösen:
1. Ein iOS-Kassenterminal mit NFC, vielleicht ähnlich einem Apple TV. Diesen verschenkt Apple bei Abschluss eines entsprechenden Vertrags mit dem Händler
2. Eine entsprechende iPay-App für iOS
3. den entsprechenden NFC-Chip in der nächsten iOS-Gerätegeneration
Wenn Apple es dann noch schaft eine kritische Masse von Händlern dazu zu bewegen, “iPayment” anzubieten, stünde der globalen Eroberung dieses neuen Feldes nichts mehr im Weg und wir würden bald alle unsere Kinokarten, unsere Taxirechnung und die gute Flasche Wein zukünftig mit dem Smartphone bezahlen.